Wahlprogramm 2020

Wo Grün draufsteht – ist auch Grün drin

Unser Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2020

Deshalb steht Klima-, Umwelt- und Artenschutz für uns Kerpener Grüne an der ersten Stelle.
Wir setzen uns für ein klimaneutrales Kerpen bis zum Jahr 2035 ein und wollen den Umweltschutz, den Trinkwasserschutz und den Erhalt der Artenvielfalt verstärkt in den Fokus nehmen. Auch wenn die finanziellen Möglichkeiten der Stadt durch das Haushaltssicherungskonzept eingeschränkt sind, müssen alle zukünftigen Maßnahmen der Stadt in den kommenden Jahren unter Beachtung dieser wie auch sozialer Gesichtspunkte und unter der Einbindung der Kerpener Bürger aller Altersstufen und Ortsteile erfolgen, um gemeinsam die Lebensgrundlage und die Lebensqualität in unserer Stadt auch noch für unsere Kinder und Enkel zu erhalten. Dieser Verantwortung wollen wir uns in unserer Stadt stellen.
Die Hauptpunkte in unserem Wahlprogramm:

  1. Grüner Klima-, Umwelt und Artenschutz
  2. Grüner Strukturwandel in Kerpen
  3. Grüne Stadtplanung und Wirtschaft
  4. Mobilität grün gedacht von Menschen für Menschen
  5. Grüne für Transparenz und Bürgerbeteiligung
  6. Grüne sehen Chancen für alle durch Bildung, Gesundheit und Soziales
  1. Grüner Klima-, Umwelt und Artenschutz
    Wir setzen uns ein
     für eine grüne Klimawende in Kerpen,
     durch den Ausbau erneuerbarer Energien- Solaranlagen und Windkraft auf allen städtischen Gebäuden und Strukturen, auch in Form von Bürgerbeteiligungsmodellen
     durch Stadtplanungs- und Bebauungspläne mit mehr Solaranlagen und Wärmepumpen, ggf. Kleinwindanlagen bei gewerblichen und privaten Neubauten, sowie Mehrfachnutzung von Flächen (Aufstockung, Überbauung, u.a.) statt Neuversiegelung, Entsiegelung sowie Schaffung von Verschattungsangeboten
     durch weiteren Bezug von Ökostrom und Umstellung auf Biogas für öffentlicher Gebäude
     durch Schaffung von Vorsorge-Maßnahmen gegen Extremwetter (Starkniederschläge, Brände,)
     durch energetische Sanierung und Optimierung öffentlicher Gebäude und Anreize für private Sanierungen
     durch einen CO2-freiem Fuhrpark der Stadt Kerpen und Ausbau der Ladestationen für Elektromobilität
     durch Beratungsangebote für und Auszeichnung von Klimaschutzaktivitäten
     für den Wasserschutz in Kerpen
     durch Sicherung unseres Grund- und Trinkwassers sowie seiner Qualität und die Reduzierung der Grundwassersümpfung durch den Tagebau Hambach
     durch ein Bewässerungs- und Löschwasserversorgungskonzept – mit Versickerungs- und Speicherungsmaßnahmen in Grünanlagen, Förderung von Regen- und Brauchwassernutzung, Nutzung der Tagebauwässer für Land-/Forstwirtschaft
     durch Bekanntmachung von Trinkwassergüte, Inhaltsstoffen sowie Schadstoffbelastung als Bürgerservice
     für Umwelt- und Artenschutz in Kerpen
     durch Erhalt, weiteren Ausbau sowie Vernetzung unserer Wälder und extensiver Kulturlandschaften, Hecken
     durch mehr Grün in den Ortsteilen, Entsiegelung und Begrünung von Flächen, Anlage neuer sowie Vernetzung von Grünanlagen, erweiterte Straßen-, Fassaden-, Dachbegrünung unter Verwendung klimaresistenterer Arten, Einschränkung von Versiegelung und Verkiesung von Vorgärten
     durch ein ökologisches Pflege- und Bewässerungskonzept in unserer Stadt zur Steigerung der Artenvielfalt
     durch Einrichtung und Vernetzung von mehrjährigen, standortgerechten Blühstreifen mit heimischen Pflanzen, Schaffung von Angeboten zum „Urban Gardening“ oder zur „Essbaren Stadt“.

 durch Ausbau und Förderung des nachhaltigen sowie
ökologischen Landbaus, unter Verringerung bzw. Verzicht auf
Pestizide und Überdüngung
 durch vorrangige Verpachtung städtischen Bodens, zur
Vermehrung von Streuobstflächen, Schrebergärten mit
ökologischer Bewirtschaftung
 für ein sauberes Kerpen
 durch ein effizienteres Recycling
 durch den Verzicht auf Plastiknutzung in allen öffentlichen
Einrichtungen und Gebäuden
 durch kommunale Pfandsysteme für unsere Fastfood-, Eis-,
Kaffee- Verpackungen, zur Vermeidung von wildem Müll
 durch Fangzaumanlagen zur Vermeidung von Winddrift auf
Supermarkt-Parkplätzen
 durch Bereitstellung von Hundekotbeuteln in Grünanlagen
 durch Beseitigung von Altlasten (z.B. Edelhoff-Deponie am
Hambacher Wald)

  1. Grüner Strukturwandel in der Kolpingstadt Kerpen
    Wir setzen uns ein
     für eine ökologisch und soziale Gestaltung des Strukturwandels
     durch keine weitere Ausweitung der Kiesgruben und
    Einschränkung der Neuplanung der Tagebaue
     durch eine Sicherstellung der Wasserversorgung und
    Verringerung der Grundwasservernichtung durch den
    Tagebau
     durch Vernetzung der einzelnen Inseln der ehemaligen
    Bürgewälder von Merzenich bis zum Lörsfelder Busch als neue
    Frischluftschneise und Naherholungsgebiet
     durch intelligente bodensparende Neuplanung von Wohnund
    Gewerbegebieten mit Flächenmehrfachnutzung und
    Bebauung bereits zerstörten Bodenstrukturen- z.B. Manheim-
    Alt
     durch den Erhalt und Nutzung der Manheimer Kirche und der
    noch vorhandenen Infrastruktur
     durch Systemwandel in der Landwirtschaft mit gezielter
    Förderung des nachhaltigen und ökologischen Landbaus, sowie
    Förderung und Einrichtung von Projekten zur ökologischen
    Bodenverbesserung von durch industrielle Bewirtschaftung
    verarmten Böden
     durch eine starke, demokratische Einbindung der Kerpener
    Bürger
  1. Grüne Stadtplanung und Wirtschaft
    Wir setzen und ein
     für eine grüne Wirtschaftspolitik
     durch Umstrukturierung des Haushalts, um in Kerpen
    langfristig mehr Handlungsspielräume zu erlangen und aus
    dem Haushaltssicherungskonzept zu kommen
     durch den Ausbau einer Bürger- und
    Unternehmensfreundlichen, digitalen Infrastruktur, die
    Behördenvorgänge erleichtert und minimalisiert, wichtige
    Informationen bietet und auch Standortentscheidungen von
    Unternehmen erleichtert
     durch die strukturelle Aufwertung der Ortskerne (Attraktivität,
    mehr Natur und Aufenthaltsqualität)
     durch ein ökologisches Mobilitätskonzept, dass alle Ortsteile
    einbezieht und verbindet (gute Erreichbarkeit für alle- zu Fuß,
    mit dem Rad und dem ÖPNV)
     durch den Schutz und die Förderung ortansässiger kleiner und
    mittelständischer Unternehmen in den Ortskernen (keine
    Konkurrenz in Gewerbegebieten)
     durch stärkere Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen
    und Hochschulen zur Stadtentwicklung

 durch ausreichend gutausgestattete Spielplätze,
Umgestaltung von Schulhöfen zu Erlebnisräumen und
spezielle Angebote für Jugendliche abseits von Spielplätzen,
z.B. nach dem Häuschenkonzept
 durch Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlaments
 für Gesundheit und Wohlfühlen in allen Ortsteilen
 durch ausreichende, sowie gute Erreichbarkeit von
medizinischen und therapeutischen Einrichtungen
 durch ausreichende, naturschonende Möglichkeiten zu
Bewegung und Sport im Freien, wie auch in Hallen und auf
intakten, wohnortnahen Sportanlagen, deshalb
Unterstützung von Vereinen und anderen Angeboten mit
vielfältigen Bewegungs-/Sportangeboten für alle
Altersstufen
 durch ausreichende Unterstützung der Schwimmbäder mit
ausreichenden Vereinsschwimmzeiten
 durch Bekanntmachung von Umweltbelastungen, z.B.
Feinstaub und Ozon, sowie durch ökologische
Stadtplanung/-entwicklung erreichbare Verringerung und
Vermeidung von Gesundheitsgefährdung durch Umweltund
Klimabelastungen (Hitze, Feinstaub, Ozon,
Grundwasserbelastung)
 durch Förderung vielfältiger, auch integrativer kultureller
Angebote in Kunst, Literatur, Musik, Theater sowie junger
Künstler aller Bereiche, auch von Angeboten unserer
Büchereien und Volkshochschulen
 durch Entwicklung und Förderung von Stadtteilprojekten,-
initiativen, Dorfläden
 für ein gutes Leben im Alter und/oder mit Behinderungen
 durch Förderung alters- wie auch behindertengerechten
Wohnraums vorzugsweise in den Ortsteilzentren und nahe
zur städtischen Infrastruktur und dem ÖPNV
 durch Unterstützung von Mehrgenerationen-/Integrations-
Projekten, -häusern sowie Wohnungstausch
 durch barrierefreie Fußwege, Übergänge, Haltestellen sowie
Ausbau des ÖPNV
 durch die Förderung integrativer KiTa-Gruppen und
Gemeinsamen Lernens in allen Schulformen
 durch Förderung von Beratungsstellen für Behinderte sowie
Ältere und ihre Angehörigen in Hinblick auf entlastende
Hilfsmöglichkeiten, Freizeitangebote, häusliche Pflege, Tagesund
Vollzeitpflegeplätze in Kooperation mit Sozialverbänden

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