Haushaltskrise in Kerpen: Unsere Stellungnahme

Der Haushalt 2026 der Stadt Kerpen wurde erneut verschoben. Obwohl der zusätzliche Beratungsbedarf inzwischen abgeschlossen ist, befindet sich die Stadt weiterhin in der vorläufigen Haushaltsführung – mit spürbaren Folgen für viele Bereiche des öffentlichen Lebens.

Als Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Kerpen fordern wir deshalb eine schnelle Sondersitzung, damit die notwendigen Entscheidungen getroffen werden können und Kerpen wieder handlungsfähig wird.

Die Auswirkungen der Verzögerung zeigen sich bereits deutlich:

  • eingeschränkte Öffnungszeiten in der Erftlagune und im Bad Türnich
  • wichtige Investitionen und neue Verträge liegen auf Eis
  • zentrale Zukunftsprojekte können nicht umgesetzt werden

Gerade bei freiwilligen Leistungen wird sichtbar, welche Folgen die vorläufige Haushaltsführung für die Stadt hat. So konnten personelle Engpässe in den Schwimmbädern nicht durch externe Unterstützung abgefangen werden.

Gleichzeitig haben die vergangenen Wochen gezeigt, dass es in vielen Punkten inzwischen Annäherungen zwischen den Fraktionen gibt – auch bei verschiedenen Sparvorschlägen der Grünen. Für uns bleibt dabei entscheidend, dass nicht nur kurzfristig reagiert wird, sondern langfristige strukturelle Lösungen gefunden werden.

Dazu gehören aus unserer Sicht:

  • strukturelle Einsparungen statt kurzfristiger Flicklösungen
  • ein verantwortungsvoller Umgang mit neuen Stellen
  • die konsequente Nutzung von Fördermitteln
  • Investitionen, die nach ihrem langfristigen Nutzen bewertet werden

Besonders bei zusätzlichen Personalstellen braucht es nachhaltige Entscheidungen, die den Haushalt nicht über Jahrzehnte weiter belasten.

Unsere ausführliche Stellungnahme mit weiteren Hintergründen und konkreten Vorschlägen zum Haushalt 2026 findet ihr hier:


Ergänzend dazu der Bericht aus dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 13.05.2026 zu unserer Position im Haushaltsstreit.


Und auch unser Podcast „Grün gedacht. Kerpen macht.“ beschäftigt sich mit den Herausforderungen rund um den Haushalt 2026, die Situation der Erftlagune und die Frage, wie Kerpen langfristig handlungsfähig bleiben kann.