Unser Podcast zur Kommunalpolitik in Kerpen
Die 12. Folge unseres Podcasts „Grün gedacht. Kerpen macht.“ ist online.
Der Rhein führt immer häufiger Niedrigwasser – und gleichzeitig sollen über Jahrzehnte Milliarden Kubikmeter Rheinwasser in den zukünftigen Hambacher See fließen. Passt das zusammen? Wie verlässlich sind die Berechnungen dahinter? Und was passiert, wenn die Befüllung nicht so funktioniert wie geplant?
Diesmal verlassen Annika und Jürgen die Kerpener Stadtgrenzen ganz bewusst. Denn Wasser hält sich an keine Stadt- und keine Kreisgrenze: Die Wasserzukunft betrifft weite Teile des Rheinischen Reviers – vom Rhein-Erft-Kreis über Düren und Euskirchen bis zum Rhein-Kreis Neuss. Im ersten von zwei Teilen steht der Tagebau Hambach im Mittelpunkt: Über eine rund 45 Kilometer lange Leitung soll ab 2030 Rheinwasser in das mehr als 400 Meter tiefe Loch fließen.
Dabei wird deutlich: Der Hambacher See ist kein Urlaubsparadies, das man sich einfach gewünscht hat, sondern eine Notlösung für die Folgen jahrzehntelangen Braunkohleabbaus. Umso wichtiger ist es, dass ökologische Interessen mindestens das gleiche Gewicht haben wie Freizeit, Tourismus oder wirtschaftliche Interessen.
Die Folge erklärt verständlich,
- warum der Hambacher See vor allem eine Folge des Braunkohleabbaus ist,
- wie das Rheinwasser überhaupt 360 Höhenmeter hinab in die Seemulde gelangen soll,
- wie viel Wasser dem Rhein entnommen werden darf – und was bei Niedrigwasser gilt,
- weshalb die Berechnungen mit Blick auf die trockenen Jahre der jüngsten Zeit hinterfragt werden müssen,
- und ob es einen Plan B braucht, falls der Rhein in trockenen Sommern nicht genug Wasser liefert.
Außerdem geht es um die Menschen vor Ort: In der Kerpener Innenstadt haben wir Passant*innen nach ihrer Sicht auf Niedrigwasser, Seenlandschaft und Plan B gefragt – mit ganz unterschiedlichen Antworten.
Mit dabei ist diesmal außerdem Antje Grothus, Landtagsabgeordnete für den Rhein-Erft-Kreis und Düren. Sie ordnet ein, welche Regeln für die Wasserentnahme gelten und worauf es beim Monitoring ankommt.
Denn am Ende geht es um mehr als die Befüllung eines Sees: Die Entscheidungen von heute bestimmen die Wasserzukunft unserer Region für Generationen. Wie schaffen wir es, dass sich der Zeitplan des Sees nach dem Rhein richtet – und nicht umgekehrt?
In Teil 2 geht es um Flüsse wie Rhein und Erft, unser Grundwasser, die sogenannten Ewigkeitschemikalien (PFAS) – und um einen Blick ins Europäische Parlament.
🎧 Die neue Folge findet ihr ab sofort hier und überall, wo es Podcasts gibt.
Mitwirkende
Moderation: Annika Effertz & Jürgen Peters
Redaktion: Annika Effertz
Technik: Jürgen Peters
Gast / O-Töne: Antje Grothus – Landtagsabgeordnete für den Rhein-Erft-Kreis und Düren (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN); Passant*innen aus der Kerpener Innenstadt
🎵 Musik: © Ronald Kah – mit freundlicher Genehmigung
🗣️ Voice-Over-Artist: Mit Dank an Stephan Kaiser
Zum Download:
(Zum Download bitte mit der rechten Maustaste klicken und dann auf „Audio speichern unter“ gehen oder im Dreipunkte-Menü „Herunterladen“ auswählen)
